Annegret Czapek

Annegret CzapekErbsen sind ein vielfältiges Gemüse: Sie sind klein, rund, grün und gesund. Neben Eiweiß, Kalium und Magnesium enthalten sie auch mehr Vitamin B1 und B2 als die meisten anderen Gemüsesorten. Sie fördern den Stoffwechsel und senken den Cholesterinspiegel. Doch sie können noch mehr als das. Mal sind sie so hart, dass sie Prinzessinnen aufwachen lasen, mal sind sie so weich und köstlich, dass sie die den Heinzelmännchen als Leibspeise dienen. Und manchmal, wirklich ganz selten, wächst aus der Erbsensaat plötzlich ein Lindenbaum.

Unmöglich? Vielleicht. Aber im Märchen Klingt meine Linde, singt meine Nachtigall der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren passiert genau das. Ein armes Waisenkind, Malin, träumt und sehnt sich so stark, dass aus einer Erbse eine Linde wächst und ein tristes Armenhaus zu einem etwas fröhlicheren Ort macht.

Auch Annegret Czapek aus Walpertskirchen will die Welt zu einem fröhlicheren Ort machen, andernfalls wäre sie wohl nicht dem Singen und Schauspielern verfallen. Obendrein hat sie ein Faible für Schweden, also eben jenes Land, in dem Erbsen gar Wunderbares vollbringen. Früher oder später musste die Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung also beim Erbsenmusical landen, wo sie seit September 2013 abwechselnd mit Eva Petzenhauser die Hauptrolle gibt.

Annegret und der PrinzDie Leidenschaft für Gesang und Tanz pflegt sie regelmäßig bei ihren Auftritten beim renommierten Burgtheaterverein in Mitterfels und bei der Jungen Bühne des Theatervereins in Markt Schwaben. Erfahrung hat sie bisher ordentlich gesammelt, spielte sich doch bereits in My Fair Lady, der Dreigroschenoper, Show Dogs und übernahm sogar die Rolle der namensgebenden Protagonistin in Sugar – den meisten wohl eher bekannt durch die Verfilmung unter dem Namen Manche mögen's heiß mit einer gewissen Marylin Monroe in der Hauptrolle.

Annegret ging aber einen Schritt weiter als die US-amerikanische Schauspielerin: nun also Oschnputtl – eine Rolle, die Marylin Monroe bestimmt nie gespielt hat. Wir freuen uns, in unserem Team ein weiteres bühnenerfahrenes Mitglied begrüßen zu dürfen, und wünschen Annegret dafür alles Gute, viel Freude und die nötige Gesundheit. Es heißt ja, Erbsen würden da wahre Wunder wirken.



Hier ein kleines Interview mit unserer Darstellerin:

Was ist deine Aufgabe bei Oschnputtl? Ich habe die große Ehre, das Oschnputtl höchstpersönlich spielen zu dürfen. Dies freut mich sehr, da jedes kleine Mädchen doch schon davon träumt, in ein Märchenkleid wie das von „Aschenputtel“ (Anm. d. Red.: so wird Oschnputtl manchmal in anderen Gegenden Deutschlands genannt) zu schlüpfen und einen Tag so wie sie zu sein.

Hast du eine Musikalische Ausbildung? In meiner Familie wird auf eine musikalische Ausbildung sehr viel Wert gelegt. Dadurch kann ich auf drei Jahre klassischen Gesangsunterricht in der Erdinger Musikschule und drei Jahre Gesangsunterricht bei Klaudia Salkovic-Lang zurückblicken. Durch Klaudia kam ich auch zum Theater spielen.

Musik als Beruf oder als Hobby? Diese Frage habe ich mir lange Zeit auch gestellt. Ich habe mich jedoch dazu entschieden, die Musik zum Hobby zu machen, welches bei mir meistens allerdings in der Form des Theaters oder Musicals daherkommt. Ich versuche mir, so oft wie möglich, Zeit für dieses tolle Hobby zu nehmen.

Gibt es andere erwähnenswerte Projekte? Ich spiele aktiv im Burgtheaterverein Mitterfels und bei der Jungen Bühne des Theatervereins in Markt Schwaben. Hier spielte ich bei den Stücken My Fair Lady (das Dienstmädchen), in der Dreigroschenoper (Jenny), Show Dogs (Stanja die Sängerin) einer 60er-Jahre Revue und bei Sugar als ebenjene Sugar mit, dem einen oder anderen wohl besser bekannt als Musicalfassung des Films  Manche mögen´s heiß mit Marylin Monroe.

Was waren die Höhepunkte bisher? Höhepunkte gab es bei mir in den letzten vier Jahren viele. Ich bin erst seit vier Jahren aktiv am Theaterspielen und meine Rollen steigerten sich von Theaterstück zu Theaterstück. Angefangen als kleines Dienstmädchen hatte ich in diesem Sommer das große Glück die Sugar in Sugar zu übernehmen. Und nun habe ich die große Ehre, das Oschnputtl zu spielen.

Wie soll es weiter gehen? Mein Motto ist Schritt für Schritt und eins nach dem anderen. Mein nächstes großes Ziel, neben dem erfolgreichen Spielen bei Oschnputtl, ist meine anstehende zweite Lehramtsprüfung für das Fachlehramt. Danach warte ich ab was auf mich zukommt. Ich hoffe es hat viel mit Musik, Theater und Kinderlachen zu tun.

Wie würdest du deine Rolle beschreiben? Das Oschnputtl wäre für mich eine perfekte Freundin. Sie ist liebevoll und mir äußerst sympathisch. Des Weiteren hat sie einen großen Familiensinn und lässt die Boshaftigkeiten der Stiefschwestern über sich ergehen nur damit ihr Papa die große Liebe findet. Jedoch weiß sie genau, was sie will und kann dies auch zeigen.

Annegret und ihre vielen Gesichter