Elisabeth von Ruedorffer


Elisabeth von RuedorfferSind Sie in Straubing schon einmal einer mittelalterlich gewandteten Person begegnet, die in einer etwas angestaubten Sprache zu einer Gruppe von Menschen sprach? Möglicherweise haben Sie Elisabeth von Ruedorffer beobachtet, die ihr schauspielerisches Können bei einer Kostümführung zum Besten gab. Schauspielerei begleitet die dreifache Mutter schon seit ihrem Studium zur Hauptschullehrerin. Damals, während sie im Hauptfach Kunst studierte, belegte sie etliche Theater-Workshops. Seit 1995 ist sie Mitglied des Agnes-Bernauer-Festspielvereins und spielte seither die verschiedensten Rollen.
1998 war sie Gründungsmitglied der freien Theatergruppe ImPuls. Mit dem Ensemble hatte sie auch Gelegenheit in größeren Städten wie Berlin und Wien aufzutreten. Nicht vergessen sollte man aber auch die tägliche Portion Entertainment, die eine Lehrerin, Hausfrau und Mutter braucht, um ihren Alltag gut zu meistern. Elisabeth ist seit 15 Jahren glücklich verheiratet und lebt in Straubing.  

 

 

Hier ein kleines Interview mit unserer Darstellerin:

Elisabeth

 Was ist deine Aufgabe in Oschnputtl? Ich darf die böse Stiefmutter spielen. Über "böse" Charaktere freue ich mich immer besonders, weil man Register ziehen kann, die man sich im wirklichen Leben natürlich nicht auslebt.

 Hast du eine musikalische Ausbildung? Ich hatte sechs Jahren lang Klavierunterricht und als Vorbereitung für die Rolle der Stiefmutter habe ich extra wieder Gesangsunterricht genommen. 

Musik als Beruf oder Hobby? Musik und Schauspielerei werden bei mir immer Hobby bleiben. Allerdings habe ich schon einen professionellen Anspruch, wie man bei „Agnes-Bernauer“ sehen konnte und hoffentlich auch bei OSCHNPUTTL betrachten kann. Bitte urteilt selber!

[nbsp]Gibt es andere erwähnenswerte Projekte? 1995 und 2003 spielte ich die Rolle der Pfalzgräfin Beatrix bei den Agnes-Bernauer-Festspielen. Die Figur ist auch intrigant angelegt, ähnlich wie bei der Stiefmutter in OSCHNPUTTL.

Elisabeth in Oschnputtl Was waren die Höhepunkte bisher? Als Höhepunkte meiner Tätigkeit würde ich die Zusammenarbeit mit Andreas Wiedermann, freier Regisseur und Leiter der Theatergruppe ImPuls bezeichnen. Über Jahre hinweg konnte ich bei den verschiedensten Produktionen mitarbeiten und wurde davon geprägt. Sehr gerne erinnere ich mich an Büchners Woyzeck, wobei ich die Rolle des Doktors gespielt habe. Und Erbsen kommen ja auch wieder bei OSCHNPUTTL vor. Wenn das mal kein Zeichen ist! 

 Wie soll’s weiter gehen? Erst einmal freue ich mich auf die Auftritte bei OSCHNPUTTL. Das Stück von Tom Bauer wird sicher ein großer Erfolg. Er hat so viel bayerischen Wortwitz hineingepackt, dass es gar nicht anders sein kann. Die Lieder sind wunderschön, die Inszenierung überzeugt absolut. Was will ich mehr?

 Wie würdest du deine Rolle beschreiben? Die böse Stiefmutter ist auf Männerfang aus, für sich selbst, aber auch für ihre Töchter. Dabei agiert sie herrlich intrigant und manipulativ. Sie spielt die feine Dame. Doch je weiter das Stück fortschreitet, desto mehr entgleiten ihr die Fäden, die Fassade bröckelt und darunter ist eine derbe Frau zu erkennen. Das entbehrt nicht an Komik.

 Maria Stief - in OSCHNPUTTL verkörpert durch Elisabeth von Ruedorffer