Der Landauer Musical-Marathon 2013

tl_files/Daten-Oschnputtl/Bilder/news/landau2013_symbol.pngAn der Nordseeküste soll es, so die Legende, einen Verein geben, dessen Mitglieder tagein tagaus nur Seemansknoten knüpfen und in den man nur aufgenommen wird, wenn man unter der Wurzel eines Haselnussstrauchs einen Humpen Cuba Libre auf ex austrinken kann und es hinterher noch schafft, auf einem Bein stehend den Satz "Mak de Zibbel wech annders mot ick hulen" korrekt auszusprechen. Die Aufnahme neuer Mitglieder im Oschnputtl-Team dagegen läuft – Gottseidank – ganz anders ab. Hier werden die Neuen nach und nach mit Geschenken und kleinen Aufmerksamkeiten überhäuft, um sie geschickt von den bevorstehenden großen Aufgaben abzulenken und die Nervösität einzudämmen.

Dieses Wochenende traf es dabei gleich zwei junge Damen: Annegret Czapek als Oschnputtl und Julia Hofstetter als Junges Täubchen brachten in Landau zum ersten Mal ihre Fähigkeiten ins Team ein und gleich frischen Wind in die Bude. Das Publikum zeigte sich in beiden Fällen sehr überrascht, bei diesen Premieren dabeigewesen zu sein – zu routiniert wirkte bereits alles bei den beiden, die ihre Rollen in nur zehn Wochen(!) einstudiert hatten. Nur zur Erinnerung: Das Stück dauert drei Stunden und besteht aus über 3000 Zeilen Text, Regieanweisungen, Tanzschritten etc. Alle Darsteller müssen sich auch das Spiel ihrer Nebenfrauen und -männer genauestens einprägen, um keinen Einsatz zu verpassen. Vor diesem Hintergrund wird erst deutlich, welche Mammutaufgabe Annegret und Julia erledigt und mit Bravour gemeistert haben. Herzlichen Glückwunsch euch und noch viele schöne Erinnerungen im Oschnputtl-Team!

Dieses hat in den letzten Monaten ja einiges erlebt, allerdings bleibt trotz allem Touren Landau der Fixstern im Oschnputtl-Universum: der Punkt, um den sich alles dreht. Genau ein Jahr war es her, dass 2012 die vielumjubelte Premiere gefeiert wurde und auch 2013 standen unter dem Strich drei ausverkaufte Vorstellungen in der Landauer Stadthalle. Obwohl wir die schon fast als unser persönliches Wohnzimmer betrachten hieß es mitnichten "Endlich daheim, Füße hoch", stattdessen wurde hart gearbeitet, um nun auch schon bald dem 10.000 Oschnputtl-Besucher noch eine ganz besondere Show zu bieten.

Zum Feiern des einjährigen Jubiläums blieb da kaum Zeit. Die Abende ließ man in gemütlicher Runde ausklingen, um am nächsten Tag jeweils wieder topfit zu sein. Denn: The show must go on, wusste ja bereits Freddy Mercury. Aber aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben, vielleicht kann das ja schon im nächsten Jahr nachgeholt werden.

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