Duftes Dingolfinger Déjà-vu

Die Josef-Hastreiter-Straße in DingolfingAm 5. März vergangenen Jahres stand hier zu lesen, dass allein die Kabarettisten Günter Grünwald und Monika Gruber es 2013 geschafft hatten, die Stadthalle Dingolfing bis auf den letzten Platz zu füllen. Allein die beiden? Nein, gab es ja schließlich noch die emsige Musical-Truppe von Oschnputtl. Die Niederbayern befinden sich also in bester kultureller Gesellschaft.

Das setzt sich auch 2014 fort: Günter Grünwald war mal wieder schneller und war schon zehn Tage vorher da, Monika Gruber kommt knapp einen Monat nach Oschnputtl. Zieht die Dame jetzt noch nach, haben es die drei „Ausverkäufer“ wieder geschafft: Auch am Samstag, als Oschnputtl in der Stadthalle zu Gast war, gab es keinen freien Platz mehr.

Zwei Mal 900 Gäste, das macht insgesamt 1.800 – also etwa ein Zehntel der Einwohnerzahl von Dingolfing. Ein Schnitt, von dem manche Broadway-Musicals nur träumen können. Nun ist Dingolfing ja nicht New York, nicht umsonst aber ist die Josef-Hastreiter-Straße, wo die Stadthalle zu finden ist, in Insiderkreisen als „kleiner Broadway“ bekannt. Immerhin.

Das Publikum in der Kreisstadt hat auf alle Fälle längst noch nicht genug. Da Spontanbesuche unter Freunden mittlerweile ja total out sind (dem Handyzeitalter sei Dank), fragte Tom Bauer nach dem Auftritt einfach ganz höflich, ob man sich denn nicht mal wieder treffen wolle. Das Publikum jubelte begeistert (was denn dann wohl als „Ja“ zu interpretieren ist).

Was gibt's noch? Tom Bauer zählt nachts vor dem Einschlafen keine Schäfchen mehr, sondern Besucher – und hat damit mittlerweile einiges zu tun. In Dingolfing gabs den 15.000sten Oschnputtl-Gast. Damit ist der frisch gekürte Kulturpreisträger des Landkreises bestens gegen schlaflose Nächte gewappnet. Den nächsten Schwung Zuschauer gibts Anfang März in Teisnach. Karten sind hier noch erhältlich.

 

Hier der Link zur Kritik im Dingolfinger Anzeiger

Bild: MC SimonE (unter CC BY-NC-SA 2.0)

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