350 Jahre Schlossbrauerei Fuchsberg

Soundcheck mit 10 Darstellern schlaucht schon mal etwas...„Wo isn Fuchsberg?“ – Das war vor einiger Zeit Tom Bauers erste Reaktion auf die Anfrage aus dem Oberpfälzer Wald, wie er das Publikum in Fuchsberg am Sonntagabend wissen ließ. „Gleich bei Teunz“, teilte ihm der Veranstalter daraufhin mit, was den Oschnputtl-Autor und -produzenten sogar noch ratloser zurück ließ. Tom sagte zu und vertraute darauf, dass sein Team den Weg in den Landkreis Schwandorf schon irgendwie finden würde. Denn dort, im kleinen Fuchsberg, hatte die Schlossbrauerei anlässlich ihres 350-jährgen Bestehens zu großen dreitägigen Feierlichkeiten eingeladen und wollte das rauschende Fest mit der märchenhaften Musicaldarbietung ausklingen lassen.

Und das Team fand den Weg: Kompassnadeln drehten durch, Landkarten wurden wie wild gewälzt und die Navigationsgeräte liefen heiß – doch am Ende hatte die Brauerei ein solch buntes Fest organisiert, dass Techniker und Bühnencrew schon am Samstag anreisten, um sich abends den Auftritt von Wolfgang Krebs und den Bayerischen Löwen nicht entgehen zu lassen. (Gerüchten zufolge lässt sich die frühe Anreise auch mit dem „Tag der offenen Tür“ in der Brauerei, der ebenfalls am Samstag stattgefunden hatte, und dem Jubiläumspreis von 3,50€ für eine Maß Bier erklären. Von den fleißigen Helfern hieß es diesbezüglich nur lapidar: „Kein Kommentar!“)

Der Beweis ist nun auch erbracht: Oschnputtl braucht nicht unbedingt eine Stadthalle, das Musical funktioniert auch im Bierzelt. Und obwohl es das erste Mal überhaupt im Bierzelt war, ging es allerdings nicht zu wie in einem solchen: Man staunte nicht schlecht über die sehr liebevoll organisierte Veranstaltung, deren Erlös übrigens wohltätigen Zwecken im Umkreis der Gemeinde Fuchsberg zugute kommen soll. Hut ab vor dem Engagement aller Beteiligten und der ehrenamtlichen Helfer, die keinen Wunsch von Darstellern, Musikern und Crew offen ließen. Diese mussten sich von vorne bis hinten durch das Buffet essen, damit sie auch ja „Kraft für die Aufführung“ haben. Und die Dame am Toilettenwagen weigerte sich aus Dankbarkeit sogar, die obligatorischen gutgemeinten Cent anzunehmen. An dieser Stelle nun auch noch einmal ein herzliches Dankeschön für die Freundlichkeit! Wir freuen uns sehr, den über 1000 Gästen im Gegenzug einen Abend voller Humor, Musik und Tanz geboten zu haben, der uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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